Nachfolge KMU

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Die Regelung der Unternehmensnachfolge ist ein maßgeblicher Baustein zur Sicherstellung des Unternehmenswertes. Diese einfache Aussage beinhaltet zwei wichtige Aspekte: die Sicherung von Arbeitsplätzen und den Erhalt von Vermögenswerten. Annähernd 8 Prozent der rund 71.000 familiengeführten Unternehmen in Deutschland, die jedes Jahr einen Nachfolger suchen, müssen letztlich liquidiert werden, weil kein Nachfolger gefunden wird.[1] Damit geht einerseits ein Verlust von circa 33.500 Arbeitsplätzen pro Jahr[2] sowie andererseits ein Verlust von extrem hohen Vermögenswerten einher. Ein hoher Anteil der Unternehmer hatte dabei nicht oder nicht rechtzeitig die notwendigen  Vorkehrungen zur Nachfolge getroffen.[3]

Impulsgeber für diese Untersuchung ist nicht nur die wirtschaftliche Relevanz von Familienunternehmen, sondern auch die Tatsache, dass von den Familienunternehmen, die innerhalb der nächsten zehn Jahre eine Nachfolge vollziehen müssen, nahezu 40-50 Prozent stillgelegt werden müssen, weil ein potentieller Nachfolger schlichtweg nicht vorhanden ist.[4] Es darf unterstellt werden, dass die überwiegende Zahl davon überlebensfähig wäre, so dass der frühzeitig beginnenden, geregelten und (unternehmensindividuell) optimal abgestimmten Nachfolge eine hohe Priorität zukommt.

Der zuvor beschrieben Sachverhalt war Anlass einer Studie, welche die Absicht verfolgt hat, den Stellenwert  des Themas Unternehmensnachfolge für die im Saarland ansässigen Unternehmen zu untersuchen. Im Mittelpunkt der Studie steht die Einschätzung der Unternehmer zu potenziellen Chancen und Schwierigkeiten ihrer zukünftigen Unternehmensübergabe. Die Basis hierfür bildet eine empirische Untersuchung. Es wurde ein Fragebogen konzipiert, der letztendlich an 4.372 im Saarland ansässige Unternehmen versandt wurde, deren geschäftsführender Gesellschafter zum Zeitpunkt der Erhebung mindestens 55 Jahre alt ist. Die Rücklaufquote dieser Untersuchung betrug 4,3%. 188 Fragebögen wurden beantwortet, was einer Rücklaufquote von 4,3% entspricht.

Das Ergebnis der Studie sehen Sie hier: Unternehmensnachfolge 7-2010

 

 



[1]        Vgl. IfM-Bonn, 2009.

[2]        Vgl. Brüser, 2007, S. 11.

[3]        Vgl. whf/ Ebner, Stolz, Möning 2008, S. 14.

[4]        Vgl. Hohenlohe 2006, S. 49.